Zu Beginn stellte er kurz die verschiedenen Plattformen wie Xing, Facebook, StudiVZ, Stayfriends, Twitter etc. vor und skizzierte deren Zielgruppen und Besonderheiten.

Allen Plattformen sind grundlegende Funktionen zu eigen, die dem Aufbau und der Interaktion von Gruppen dienen.

Anhand von Facebook wurde die Anmelderoutine in einem sozialen Netzwerk erläutert. In diesem Zusammenhang wies Herr Hirscher auf die datenschutzrechtliche Problematik der Mitgliedschaft gerade bei Facebook hin. So lesen Benutzer in den wenigsten Fällen die seitenlangen AGB und wissen daher auch nicht, dass Facebook nicht den strengen datenschutzrechtlichen Richtlinien Europas unterliegt und auch den Umgang mit persönlichen Daten der User sehr viel laxer pflegt.

Soziale Netzwerke im Aufwind: Nahezu 100% aller 20 – 29jährigen nutzen mindestens einmal täglich ein soziales Netzwerk

Die Nutzerzahlen im Allgemein und die der anderen Altersgruppen steigen stetig nach oben, so meldete Facebook  Anfang Oktober dieses Jahres 1 Miiliarde aktive Benutzer. Anhand von Videoclips zeigte der Referent aber auch deutlich die Probleme, die mit der rasanten Nutzung sozialer Netzwerke eingehen.

Dazu nur Stichworte:

  • Datenschutzbestimmungen, die nicht dem europäischen Richtlinien entsprechen
  • Verkauf von Nutzerdaten
  • Überlassung der Urheberrechte an Bildern, Videos etc. durch das Einstellen auf den Plattformen
  • Unkontrollierbare, unerwünschte Weiterverbreitung persönlicher Inhalte wie Fotos, Videos, Postings  im Internet
  • Cybermobbing und Online-Reputation
  • gezielte Fehlinformationen und Manipulation
  • „Gläserner“ User

Kritisch beleuchtete Herr Hirscher den Marktwert, den Börsengang und die hinter Facebook stehenden Kapitalgeber. So sind nicht nur Firmen wie Microsoft daran beteiligt, sondern auch z.B. In-Q-Tel eine Venture Capital Firma der CIA.

Jugendliche ohne Facebook sozial isoliert?

In der anschließenden Diskussion wurde klar, dass vorallem Kindern und Jugendlichen oftmals das Bewußtsein für die Gefahren durch die Nutzung sozialer Netzwerke fehlt und sie leichtfertig mit ihren persönlichen Daten, Fotos und Videos umgehen. Viele Jugendliche fühlen sich aber ohne Facebook sozial isoliert, da sich die Kommunikation untereinander zunehmend dorthin verlagert. Am Ende seines Vortrags wies Herr Hirscher in diesem Zusammenhang noch auf den Film „Homevideo“ hin , der sich eindringlich mit dem Thema Jugendliche und Cybermobbing beschäftigt.

Bezeichnend und konsequent: Herr Hirscher ist kein Mitglied bei Facebook.